Mein kleines Medi-Lexikon

Alles mal nachschauen (Almanach)

 

 


  Lunge

Lungenfibrose

Lungenverhärtung, Lungenbläschen sterben ab; sie bilden sich nicht neu. 

Lungenkrkh. Jahrgang 29, Nr. 3/2003, S.115-120: Therapie der ideopathischen interstitiellen Lungenkrankheiten; M. Schmidt, Medizinische Universitätsklinik Würzburg. (Auszug aus Info von EHX-Selbsthilfegruppe)

Unbehandelt ist die Lebenserwartung verkürzt.

Lungenfibrose hängt auch zusammen mit Hermansky-Pudlak-Syndrom und Chromosom 10 sowie Albinismus.
Siehe auch unter Blut-Gerinnungsstörung.

nCPAP

nCPAP-Gerät mit Sauerstoff-Gesichtsmaske (bei mir z.Z. 9,5 mbar) für nachts wegen SchlafapnoeAbkürzung für (engl.) nasal Continuous Positive Airway Pressure. Kontinuierlicher Druck bei Ausatmung und Einatmung. Der kleine Buchstabe "n" deutet darauf hin, dass der Druck über eine Nasenmaske aufgebracht wird. Einsatz bei der Therapie des OSAS, um die Atemunterbrechungen durch Luftdruck-Sicherung der oberen Atemwege zu verhindern. Statt der sog. Sauerstoffbrille kann über die Gesichtsmaske des nCPAP-Gerätes auch zugleich Sauerstoff zugeführt werden.

Zum Schlafen bekam ich das Beatmungsgerät mit Gesichtsmaske. Diese behindert die Kommunikation im Schlafzimmer sehr, erleichtert aber durch Überdruck von 9,5 mbar das Atmen enorm. Der dicke Schlauch verhindert das einfache Umwälzen von einer auf die andere Seite. Etwas umständlich wird es, wenn unter der Maske die Nase juckt oder ein Niesreiz kitzelt ...

Sauerstoff-Konzentrator

Kompressor, der reinen Sauerstoff durch einen Luftbefeuchter und ein bis 14 m langes Schläuchlein mit "Sauerstoffbrille" zuführt.

Dieser Kompressor ist ziemlich laut und versorgt mich über einen 14 m langen dünnen Schlauch und Sauerstoffbrille mit ca. 2 l/min reinem Sauerstoff. Im Umkreis von 1 m besteht Verpuffungsgefahr! Das Gerät steht meist im Wohnzimmer, und mein Bewegungsradius reicht von dort in alle Räume des Erdgeschosses, also auch bis ins Schlafzimmer, wenn auch mit Hindernissen: Den oft verkringelt sich das Schläuchlein und verhakt sich unter irgendwas, so dass ich oft wieder zurück muss. 

Inhaliergerät

Das Inhaliergerät  bestehe aus Kompressor und Vernebler:
Im Vernebler werden verschiedene flüssige Medikamente so fein vernebelt, dass sie gut in den Bronchien eingeatmet werden können. 

Nach jedem Gebrauch muss der Vernebler in seine Einzelteile zerlegt und mit heißem Wasser sorgfältig gereinigt werden, um Verkeimung zu verhindern und so weiteren Lungenkrankheiten vorzubeugen.

 

 

Atemnot

Atemnot gehört wie der Schmerz zu den elementaren Empfindungen des Menschen: ein Sinn wird darin liegen, den menschlichen Körper vor unnützer „Überlastung" zu schützen. Atemnot ist immer subjektiv, ein Missempfinden eines einzelnen Menschen, auf andere nicht zu übertragen. Atemnot ist das Gefühl, für das in der Regel nicht spürbare Atmen, Arbeit leisten zu müssen, Arbeit, die mal mehr und mal weniger schwer fällt.

Atemnot kann nur annäherungsweise quantifiziert werden, erforderlich sind dann verschiedene Lungenfunktionsverfahren (Spirometrie, Bodyplethysmographie, Blutgasanalysen, Spiroergometrie). Das Spektrum der möglichen Krankheiten mit Atemnot ist groß. Da nicht nur Erkrankungen der Atmungsorgane selbst zu berücksichtigen sind, sondern auch z.B. Erkrankungen des Herzens, der Brustwand oder der inneren Drüsen, macht die Klärung der Ursache von Atemnot u.U. langwierige und aufwendige Untersuchungen erforderlich, z.B. bildgebende und endoskopische Verfahren. Aus diesem Heft stammt der Beitrag "Atemnot"

Mögliche Ursachen von Atemnot Atemwege:

- Asthma bronchiale, Bronchitis

- gutartige und bösartige Tumore (Lungenkrebs)

- Fehlbildungen der Atemwege

- Pseudokrupp

Lungengewebe:

- bakterielle und virale Pneumonien (Lungenentzündungen), Tuberkulose

- Lungenfibrosen (z.B. die sog. Staublunge)

- Lungenemphysem

Lungengefäße:

- Lungenembolie

Rippenfell:

- Entzündungen und Vernarbungen

- Pneumothorax

Brustkorb:

- Kyphoskoliose

- Bechterew-Krankheit

- extremes Übergewicht

Herz:

- Leistungsminderung des Herzmuskels nach Herzinfarkt, bei Hochdruck, bei Herzklappenfehlern

Innere Drüsen:

- Überfunktion der Schilddrüse

Blut:

- sehr starke Blutarmut (Anämie)

Gehirn:

- bei Hirntumoren oder nach Schlaganfall oder Gehirnentzündung

Psyche:

- Hyperventilationssyndrom im Rahmen von Angst, Schmerz oder Stress.

Husten

Husten ist das willkürliche oder unwillkürliche kräftige Ausstoßen der Atemluft durch die unter Druck gepresste Stimmritze im Kehlkopf. Dabei entstehen in der Kompressionsphase im Brustraum Drucke zwischen 60 und 180 Torr (180 Torr entsprechen einem Druck, den z.B. ein Taucher in einer Wassertiefe von etwa 2,50 m auszuhalten hat), und in einigen Bronchialabschnitten werden Flussgeschwindigkeiten von nahe der Schallgeschwindigkeit erreicht. Husten ist dem Grunde nach ein für den gesunden Körper wichtiger und notwendiger Schutzreflex: zusammen mit den Aufgaben der Bronchialschleimhaut ist Husten einer der Grundpfeiler der Selbstreinigung der mit der Umwelt ständig in Verbindung stehenden Atemwege. Erst wenn sich Qualität und Quantität des Hustens ändern, gilt Husten als Krankheitszeichen, aber natürlich nie als Krankheit selbst.

Husten kann produktiv, also mit Auswurf verbunden sein, und je nach Grundkrankheit kann die täglich Sputummenge zwischen 1 und 500 (!) ml betragen. Sehr viel seltener ist Husten unproduktiv, nämlich dann, wenn kein Sekret vorhanden ist oder wenn das Sekret zu zäh ist, um abgehustet werden zu können. Möglich ist auch ein unproduktiver Husten dann, wenn ein Kollaps der kleinen Atemwege vorliegt (Beispiel Lungenemphysem), der dann ein Abhusten verhindert. Ähnlich wie bei der Atemnot sind auch die Ursachen eines Hustens vielfältiger Natur, und das Spektrum der diagnostischen Maßnahmen ist mitunter sehr groß. . Das wichtigste „Behandlungsprinzip" des Hustens ist immer die Klärung der Ursache. Das gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Erklärungen wie "Raucherhusten ist normal" oder "Das verwächst sich" sind unbefriedigend und gefährlich. Findet man eine Ursache, dann ist in der Regel eine Behandlung möglich und Erfolg versprechend.

Mögliche Ursachen von Husten:

Ohne Auswurf:

- Entzündungen der Atemwege

- bei Kindern: frühes Stadium eines Asthma bronchiale

- Fremdkörper in den Atemwegen (Nüsse, Spielzeugteile, Holz, Gräten)

- Kontakt zu Reizgasen (z.B. Chlor)

- Tumore (z.B. Lungenkrebs)

- Lungenembolie

- Lungenfibrose

- Blutstauung in den Atemwegen

Mit Auswurf: („Herzasthma")

- Eitrige Entzündungen der Atemwege und des Lungengewebes (Pneumonien)

- Asthma bronchiale

Mit blutigem Auswurf:

- Schwere bakterielle und virale Lungenentzündungen

- Lungenkrebs

- Lungenembolie

- Fremdkörper in den Atemwegen.

Hustensaft

HustensaftDieser Hustensaft unterdrückt wirksam den Hustenreiz; er soll aber nicht süchtig machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand: 10.06.2005